moorkienwurzeln

Aquarienpflanzen

Bei der Bepflanzung eines neuen Aquariums sind einige Dinge zu beachten, damit man möglichen späteren Problemen aus dem Wege geht. Wichtig ist, dass man zu Beginn versucht das Aquarium flächendeckend zu bepflanzen. Hierzu sollte man den Fokus zunächst auf schnell wachsende Pflanzen legen, damit sie vorhandene Nährstoffe im Wasser aufzehren und Algen nicht übermäßig zu wachsen beginnen.

Algen gehören im Aquarium grundsätzlich dazu. Sie sind in geringer Konzentration an Stellen wie Filterteilen und Moorkienwurzeln oder auch mal vereinzelt an Pflanzen zu entdecken. Sie gehören zur Biologie des Aquariums, so wie Bakterien und Erreger zur Biologie des Menschen gehören. Sie sorgen letzten Endes für das Gleichgewicht. Gerät dieses allerdings außer Kontrolle, nehmen sie überhand und schaden so der Biologie im Aquarium.

Ist die Phase des Einlaufens des Aquarium überstanden, können langsam einige der schnell wachsenden Aquarienpflanzen gegen langsam wachsende Pflanzen ausgetauscht werden. Dabei sollte man versuchen im Vordergrund Pflanzen zu nutzen die kleinwüchsig sind. Im Hintergrund sollten entsprechend hoch wachsende Pflanzen gepflanzt werden. In der Mitte werden dann entweder mittelhohe Pflanzen gepflanzt oder Terrassen mit weiteren klein wachsenden Pflanzen gebaut.

Kontraste werden dadurch gebildet, dass Pflanzen mit lanzettförmigen Blättern neben Pflanzen mit runden Blättern und feinfiedrige neben großblättrige Pflanzen gepflanzt werden. Generell wird so gepflanzt, dass man vorne niedrig beginnt und nach hinten hin höher wird. Bei Terrassen oder Straßen kommt eine Pflanzenart, zum Beispiel die Kardinallobelie, zum Einsatz. Empfehlenswert ist es zudem, wenn man nicht zu viele verschiedene Pflanzenarten in das Aquarium pflanzt. Eine Faustregel besagt, dass man pro Dezimeter eine Pflanzenart im Aquarium einsetzen sollte. Je mehr verschiedenen Pflanzenarten im Aquarium eingesetzt werden um so höher wird der Schwierigkeitsgrad, denn selbstverständlich haben auch die Pflanzen ihre ganz eigenen Ansprüche, denen man gerecht werden muss, wenn sie vernünftig wachsen und schön aussehen sollen.

Moose haben sich in den letzten Jahren und mit dem Einzug der Wirbellosen mehr und mehr durchgesetzt. Gerade in Garnelenaquarien und den momentan angesagten Nanoaquarien werden vielfach Moose eingesetzt. Die Garnelen finden hier eine große Anzahl von Kleinstlebewesen die hervorragend als Nahrung dienen und die Garnelen prächtig wachsen lassen. Sehr bekannt und sehr vielfältig genutzt ist das Javamoos. Mit dem Javamoos lassen sich beispielsweise Dekorationen aber auch die Rückwand bepflanzen. Speziell für Wirbellose kommen momentan auch Mooskugeln zum Einsatz. Diese bestehen aus Algenarten die sich meist in Strömungsreichen gebieten zu Kugeln formen. Sie sind innen hohl und wandeln deshalb auch Nitrat in Nitrit um. Man sollte sie je nach Wasservolumen mehr oder weniger öfter vorsichtig ausspülen.

Aquarienpflanzen müssen hin und wieder geschnitten werden, da sie sonst zu hoch wachsen und wuchern sowie den übrigen Pflanzen das nötige Licht entziehen. Diese Pflanzen sollte man mit einem ganz scharfen Messer abschneiden. Bei Pflanzen die dies nicht zulassen muss die betreffende Pflanze herausgenommen und an den Wurzeln getrennt beziehungsweise geschnitten werden. Dann werden die Wurzeln auf eine Restlänge von drei Zentimetern geschnitten und die Pflanze anschließend wieder im Aquarium eingepflanzt. Abgeschnittene Stengelpflanzen werden ohne Wurzeln eingepflanzt. Sie werden unterhalb der Blattansätze abgeschnitten und die ersten Blätter soweit entfernt, dass sie nicht mit eingepflanzt werden.

Tipps für den Umgang mit Aquarienpflanzen

Wer sich Aquarienpflanzen kauft sollte diese vor dem einsetzen in das eigene Aquarium desinfizieren. Früher hat man vielfach Alaun eingesetzt. Dies ist teuer und wenn man nicht aufpasst nehmen die Pflanzen Schaden. Eine ganz einfache Methode mit der die Desinfizierung von Aquarienpflanzen gelingt ist die Verwendung von kohlensäurehaltigem Mineralwasser. Dies gibt man in eine flache Schale und legt die Aquarienpflanzen hinein. Hierdurch werden die Aquarienpflanzen von Bakterien und Erregern befreit, zudem ist diese Form der Desinfizierung schonend für die Pflanzen.

Zum einpflanzen der Aquarienpflanzen sollte man sich eine Pflanzenpinzette zulegen. Diese erleichtert das einpflanzen ungemein. Die Pflanzen nehmen keinen Schaden und können sehr präzise eingepflanzt werden. Auch ist man mit einer Pflanzenpinzette etwas schneller als wenn man die Pflanzen von Hand einpflanzt.

Generell sind pflanzen mit der nötigen Vorsicht zu behandeln. Man sollte sie niemals quetschen und immer ein scharfes Messer für die Schnitte an den Pflanzen verwenden. Gequetschte Pflanzen sterben und fangen an zu faulen.

Moose können an Dekorationen oder Rückwänden entweder mit Edelstahldraht oder aber auch sehr gut mit dünner Angelsehne fixiert werden. Nach einer Zeit von etwa drei Monaten können die Fixierungen vorsichtig entfernt werden. Die Fixierten Moose sind dann angewachsen und entwickeln sich dort weiter.

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Wenn Sie mehr zum Thema Aquarienpflanzen erfahren möchten, dann empfehle ich Ihnen einen Besuch der Homepage von Christel Kasselmann. Sie ist Autorin und Expertin für Aquarienpflanzen und hat einige interessante Bücher veröffentlicht.

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