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Bodengrund im Aquarium

Der Bodengrund im Aquarium ist ein Einrichtungselement mit mehreren Aufgaben. Natürlich soll er für den Betrachter ansprechend wirken, aber er hat in erster Linie Funktionen zu erfüllen, die einem Einsteiger vielleicht noch nicht ganz klar sind.

Das Wasser in der Natur wird ebenfalls gefiltert und zwar Tag und Nacht. Der Bodengrund übernimmt diese Aufgabe in Seen, Bächen und Teichen oder Meeren. In diesen Biotopen leben niemals so viele Tiere auf einem Haufen, wie es in unseren Aquarien überwiegend der Fall ist. Aus diesem Grund werde die Aquarien durch einen zusätzlichen Filter unterstützt, denn der Bodengrund alleine kann das Aufkommen nicht bewältigen. Bei den Seewasseraquarianern ist die filternde Wirkung des Bodengrundes oftmals weiter verbreitet und entsprechend bekannt. Damit diese Wirkung des Bodengrunds in der Süßwasseraquaristik mehr Bekanntheit erlangt, haben wir das Thema hier ausgeführt.

Bilder verschiedener Böden

dunkler Bruchstein bis 8 Millimeter dunkler Kies bis 2 Millimeter heller Kies bis 2 Millimeter shirakura Bodengrund Bruchstein-Bodengrund

Für die Bewohner im Aquarium ist der Bodengrund ein Lebensraum der sehr vielseitig ist, denn er bietet Schutz aber auch Beschäftigung für alle die sich dort unten tummeln. Welse finden hier ihr Futter und gründeln zwischen dem Kies, was ihren natürlichen Trieben entspricht und der Pflege und somit dem Wohlbefinden dieser Tiere zuträglich ist. Ebenso ist es mit Garnelen und Krebsen die den Bodengrund bewohnen. Hier finden Sie eine große Anzahl von Kleinstlebewesen, die gerade den jungen Garnelen als bestes Futter dienen. Aus diesen Gründen, aber auch weil die Fische an sich ungern ohne einen Untergrund leben, sollte man tunlichst darauf achten einen Bodengrund in der richtigen Menge beziehungsweise Höhe im Aquarium einzubringen. Ein weiterer Grund ist, dass die Filterwirkung des Bodengrunds so hoch ist, dass ein Außenfilter oder Innenfilter im Aquarium alleine nicht das Aufkommen des Bioabfalls bewältigen kann. Lediglich Züchter, deren Becken mit Hamburger Mattenfilter ausgerüstet sind, können teilweise auf Bodengrund verzichten, allerdings ist hierfür auch etwas Erfahrung notwendig. Auch sollte immer berücksichtigt werden, dass einige Aquarinbewohner den Bodengrund als Orientierung nutzen und ohne ihn möglicherweise das Verhälten ändern beziehungsweise unnötigen Stress erleiden.

Der Bodengrund ist ein Filter der mehrere Filterfunktionen im Aquarium übernimmt. Er arbeitet sowohl als Nitratfilter als auch als oxidativer bzw. Biofilter. Wie in der Natur auch, durchströmt das Wasser den Bodengrund. Diese Durchströmung findet in den verschiedenen Schichten verschieden stark statt. In der Oberen Schicht stärker und nach unten hin abnehmen etwas schwächer, aber im Endeffekt im gesamten Bodengrund fast vollständig. Ganz unten, wo die Strömung am geringsten ist, bilden sich Stellen an denen das Nitrat abgebaut wird. Hier sinkt der Sauerstoffgehalt unter 1% ab und schafft somit ideale Bedingungen für anerobe Bakterien die den Nitratabbau vornehmen.

Die Reinigung des Bodengrunds wird nur sehr selten durchgeführt. Sie wird erst dann notwendig, wenn sich massiv Mulm in der oberen Schicht absetzt. Um den Bodengrund zu reinigen nimmt man sich am besten eine Mulmglocke zur Hilfe. Mit ihr wird der Bodengrund sachte aufgewirbelt und überflüssiger Mulm abgesaugt.